Ausgehend von einer Standortbestimmung zur Situation von Jugendlichen heute und damals, werden kurze Zeitdokumente und Zeitzeugeninterviews analysiert. Die Jugendlichen tauschen sich zu ganz verschiedenen Aspekten des Themas „Jugend im Nationalsozialismus“ aus. Sie haben Gelegenheit, sich mit Mitteln des forschenden Lernens aktiv und eigenständig mit ausgewählten Quellen, Bildern, Liedern und Lexikontexten auseinanderzusetzen und dazu ihre eigene thematische Ausstellung zu gestalten. Über die Jugend im nationalsozialistischen Deutschland hinaus wird dabei auch anhand der Quellen die Lebenssituationen junger Menschen im besetzten Polen beleuchtet. Hierbei werden Themen wie Zwangsarbeit, Jugendlager, polnischer Widerstand und Gewalterfahrungen jüdischer Jugendlicher aufgegriffen. In einer Abschlussdiskussion werden die Teilnehmer*innen dazu angeregt, gemeinsam über Bedingungen und Vielfalt von Jugendlichkeit in Geschichte und Gegenwart nachzudenken.